Wann wird viel eigentlich zu viel?
Die Jahresauftakttagung 2027 widmet sich der Frage, wie Mediennutzung unser Leben bereichert – und wann sie kippt. Fachimpulse, praxisnahe Workshops und Austausch eröffnen neue Perspektiven auf ein zentrales Thema unserer Zeit.
Die zwölfte Jahresauftakttagung Medienpädagogik zum Thema „Nur noch 5 Minuten?! Mediennutzung zwischen Faszination und Kontrollverlust“ findet am 03. März 2027 als Präsenzveranstaltung im Institut für Jugendarbeit in Gauting statt.
„Die Kids hängen doch nur noch am Bildschirm!“ – Diskussionen über exzessive Mediennutzung bei Kindern und Jugendlichen sind nicht neu. Sie begleiten nahezu jede mediale Entwicklung und neue Medien-Phänomene. Ob Social-Media-Angebote, Gaming oder Video-Streaming – eine (zeitweise) intensive Mediennutzung gehört für viele junge Menschen zu ihrem Alltag. Gerade Erwachsene schauen kritisch auf die Medienzeiten von jungen Menschen. Häufig wird schnell von einer „Mediensucht“ gesprochen. Dabei kann der Übergang von einer angemessenen zu einer exzessiven zu einer problematischen Mediennutzung fließend sein. Es ist entlastend für Kinder und Jugendliche, wenn Erwachsene ihre Medienpraxis nicht vorschnell problematisieren und in der Konsequenz zeitlich limitieren oder auch Verbote aussprechen, sondern diese gemeinsam mit ihnen betrachten, versuchen zu verstehen und ganzheitlich zu reflektieren.
Gleichzeitig berichten aber auch Kinder und Jugendliche von digitalem Stress und dem Gefühl, dass ihnen ihre Mediennutzung manchmal zu viel wird. Pädagogische Fachkräfte stehen vor der Herausforderung, mediale Lebenswelten von jungen Menschen ernst zu nehmen und sie in einem souveränen Umgang zu stärken. Dazu gehört, belastende Nutzungsweisen und mögliche Risiken gemeinsam einzuordnen und pädagogisch zu begleiten.
In öffentlichen Debatten stehen dabei häufig Nutzungszeiten und die ständige Verfügbarkeit von digitalen Medien im Fokus. Weniger Aufmerksamkeit erhält die Frage, welche Bedeutung digitale Medien für Kinder und Jugendliche in Bezug auf Teilhabe, soziale Kontakte, Informationsbeschaffung und kreative Ausdrucksformen haben.
Die Tagung richtet sich an pädagogische Fachkräfte aus ganz Bayern. Sie beleuchtet exzessive Mediennutzung aus medienpädagogischer Perspektive und verbindet aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse mit Expertise aus der Praxis. Im Mittelpunkt stehen die digitalen Lebenswelten und Sichtweisen von Kindern und Jugendlichen sowie medienpädagogische Handlungsansätze für Fachkräfte, um Kinder und Jugendliche bei einem reflektierten Umgang mit digitalen Medien zu begleiten.
Neben wissenschaftlichen Impulsen eröffnet die Veranstaltung Raum für Austausch und Reflexion und vermittelt vielfältige Ansätze aus der medienpädagogischen Praxis.
Anmeldezeitraum ist vom 11.12.2026 bis zum 03.02.2027
Programm
Moderation: Arno Nym
09:30
Ankommen
10:00
Start der Tagung
10:15
Impulsvortrag I
11:00
Kaffeepause
11:10
Mitmachstationen mit Methodenanregungen
11:55
Gespräch der Veranstaltenden
12:15
Mittagspause
13:15
Impulsvortrag II
14:00
Vertiefung in Workshops
14:30
bis 15:30 flexible Kaffeepause
16:30
Tagungszusammenfassung
16:45
Ende
Workshops
Die Workshops werden aktuell noch geplant.
Infos folgen zeitnah!
01
Wann wird viel zu viel?
Prof. Dr. Katharina Lobinger
02
Plattformen, Druck und Aufmerksamkeit
Dr. Tobias Kutscher
03
Zwischen Selbstbestimmung und Kontrollverlust
Miriam Rasch, M.A.
Kontakt

Tina Drechsel
verantwortet als Leitung der Abteilung Praxis des JFF die Tagung und begleitet deren Realisierung.
Kontakt: tina.drechsel@jff.de

Felix Berger
ist medienpädagogischer
Referent am JFF.
Kontakt: felix.berger@jff.de

Sophia Mellitzer
ist medienpädagogische
Referentin am JFF.
Kontakt: sophia.mellitzer@jff.de

Laura Michalowski
ist medienpädagogische
Referentin am JFF.
Kontakt: laura.michalowski@jff.de