Vorträge 2026

Sexualität, Identität, Medien – um in diesen Themenbereich einzutauchen, durften wir zwei tolle Referentinnen auf der Jahresauftakttagung 2026 begrüßen. Prof. Dr. Nicola Döring und Dr. des. Mina Mittertrainer präsentierten wissenschaftlich fundierte Einblicke zu aktuellen Herausforderungen und konkrete Handlungsoptionen für die (medien-)pädagogische Praxis.

Hey ChatGPT, wie verhüte ich richtig?
Zur Bedeutung von KI für die Jugendsexualität

Der Vortrag beleuchtet, wie Jugendliche generative und konversationelle KI-Tools im Zusammenhang mit Sexualität einsetzen – etwa zur Sexualaufklärung via ChatGPT, zur Gestaltung virtueller Beziehungen mit Character.AI oder zur Nutzung KI-generierter Pornografie. Auf Basis aktueller Studien und praxisnaher Beispiele werden sowohl Chancen als auch Risiken dieser Entwicklungen dargestellt. Dabei wird ein besonderer Fokus auf die Frage gelegt, welche Kompetenzen Jugendliche für einen reflektierten, selbstbestimmten und verantwortungsvollen Umgang mit KI im Kontext von Sexualität benötigen.

Prof. Dr. Nicola Döring


Prof. Dr. Nicola Döring lehrt als Professorin für Medienpsychologie und Medienkonzeption an der Technischen Universität Ilmenau. Sie ist in den Bereichen Sexual- und Geschlechterforschung, Medienpsychologie und Medienkonzeption sowie Technikpsychologie tätig. Weitere Schwerpunkte ihrer Arbeit liegen im Lernen und Lehren mit digitalen Medien sowie in sozialwissenschaftlichen Forschungsmethoden und Evaluationsverfahren.

Weiterführendes Material

 

Zwischen Selbstbild und Bildschirm – Geschlechtsidentität und Rollenbilder im Spiegel von Social Media. Impulse zu aktuellen Phänomenen und Herausforderungen

Ausgehend von der Nutzungsperspektive junger Menschen beleuchtet dieser Vortrag die Relevanz von Social-Media-Angeboten für die Auseinandersetzung mit Geschlechtsidentitäten, Sexualitäten und Rollenbildern. Nach einer grundlegenden Einführung in Erkenntnisse der Sozialisations- und Entwicklungsforschung werden Einblicke in Herausforderungen und bestärkende Potenziale von Instagram, Tik Tok und Co. gegeben. Mit konkreten Beispielen wird das Transferpotenzial zur praktischen Arbeit herausgestellt. Hier finden Sie die Präsentation von Dr. des. Mina Mittertrainer zum Download.

Dr. des. Mina Mittertrainer



Dr. des. Mina Mittertrainer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am JFF – Institut für Medienpädagogik. Sie promovierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München unter dem Titel „Jung, weiblich, ländlich – politisch aktiv?!“ über politische Handlungsorientierungen junger Frauen in ländlichen Räumen und studierte Soziologie, Gender Studies, Kommunikationswissenschaft und Psychologie an der LMU München und der Durham University (UK).

Mitschnitt des Vortrags

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