Workshop Nr. 6

Chatten, fühlen, verstehen – Wie junge Menschen KI-Chatbots für Identitätsarbeit nutzen


Dort, wo niemand genervt reagiert, keine Augen rollen und kein Schweigen peinlich wird, sprechen junge Menschen über intime Themen: mit Chatbots sind sie im Austausch zu Liebeskummer, den eigenen Körper, Scham, Selbstzweifel. An diesen Gesprächen, die manchmal unscheinbar beginnen und dann sehr „deep“ werden können, setzt der Workshop an: Wir stellen Ergebnisse einer qualitativen Studie vor, in der untersucht wurde, wie junge Menschen zwischen 14 und 28 Jahren generative Chatbots im Alltag nutzen – auch bei Fragen zu Beziehungen, Körperbild und Selbstwert. Wir schauen uns an, welche unterschiedlichen Rollen ChatGPT dabei übernehmen kann: vom digitalen Tagebuch über ein freundschaftliches Gegenüber bei Beziehungsfragen bis hin zur Begleitung bei Themen wie Abnehmen oder Muskelaufbau. Für viele ist der Chatbot ein Ort, an dem sie alles aussprechen können, ohne bewertet zu werden. Dabei wird deutlich, welche Formen digitaler Identitätsarbeit, Orientierungssuche, Selbstermächtigung und Reflexion sich im Austausch mit Chatbots zeigen, und wo Chatbots zugleich irritieren, überfordern oder riskantes Verhalten, problematische Selbstwahrnehmungen, Normen und Körperbilder verstärken können.
Im zweiten Teil wird es praktisch: In Kleingruppen entwickeln wir gemeinsam Ideen, wie diese Erfahrungen junger Menschen in der pädagogischen Arbeit aufgegriffen werden können
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Referent*innen
Maximilian Schober
max-schober-2026
Maximilian Schober ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am JFF – Institut für Medienpädagogik in München. Er forscht zum Aufwachsen mit digitalen Medien und Medienkompetenz. Ein aktueller Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie junge Menschen KI-Chatbots nutzen, um mit psychosozial belastenden Themen umzugehen.
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